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06.09.

Erweitertes Nichtstun

Nach dem Tag an Bord ein Tag ohne Programm. Und abends zieht sie noch einmal vorbei — sehr viel weiter draußen als gestern.

Blick vom Hotelbalkon am Morgen: ein fast leerer Sandstrand mit Palmenreihe und zusammengeklappten Sonnenschirmen, dahinter ruhiges Meer unter dünner Wolkendecke.
09:22 Uhr. Mehr passierte heute nicht — und das war der Plan.

Heute haben wir mal gar nichts gemacht. Erweitertes Nichtstun.

Mittags waren wir kurz im Hollywood Fosters, anschließend im Supermarkt ein paar Getränke kaufen. Danach war Sonnen auf dem Balkon angesagt — kurz nur: als es anfing, nach gebratenem Speck zu riechen, bin ich doch lieber wieder reingegangen.

Ein Teller mit Gemüse und Fleisch auf einem dunklen Tisch, daneben ein Schälchen mit Oliven und zwei hohe Gläser hellen Bieres.
Zwei Bier, ein Teller, kein Programm.

Dann, am späten Nachmittag, kam sie noch einmal vorbei: die Amerigo Vespucci auf ihrem Weg nach Cagliari. Gestern hatten wir noch an Deck gestanden — heute war sie fünf Seemeilen weit draußen.

Eine Seemeile sind 1.852 Meter — der Bogen, den eine Winkelminute auf einem Meridian abdeckt, also eine Bogenminute geographischer Breite. Fünf davon sind gut neun Kilometer. Ohne lange Linse war da nix to mooken; die Bilder sind das Beste, was das Handy leisten konnte.

Blick zwischen Balkonbrüstung und Deckenkante hindurch aufs diesige Meer: weit draußen die kleine Silhouette eines Großseglers mit drei Masten.
Gestern noch an Deck. Heute ein Strich am Horizont.

Ein Trost war es trotzdem. Wir hatten sie ja am Tag zuvor aus nächster Nähe.

Abends sind wir dann doch noch kurz raus. Ein paar Meter am Strand in die andere Richtung gibt es eine ganz kleine Tapasbar, La Taperia Del Calamar — wirklich empfehlenswert. Danach noch ein paar Schnappschüsse vom Hotel, und das war der Tag.

Eine türkis gemusterte Schale mit Thunfischbällchen in dunkler Tomatensauce auf einem rot-blau gemusterten Teller, daneben ein halbvolles Bierglas auf einem Holztisch.
Albóndigas de atún aus der Taperia Del Calamar. Klein, aber sehr gut.

Wie diese Seite entstanden ist

Die Erzählung stammt aus meinen eigenen Beiträgen: 21 Texte, abends während der Reise geschrieben, zusammen rund 64.000 Zeichen.

Für diesen Blog wurden sie mit KI-Unterstützung neu geordnet und gekürzt. Jedes Kapitel erzählt den Tag, an dem etwas passierte — nicht den Abend, an dem ich es aufschrieb. Formulierungen sind teils übernommen, teils neu gefaßt. Hinzuerfunden wurde nichts: Was in keiner Quelle stand, steht auch nicht auf dieser Seite.

Alle Fotos und Videos sind meine eigenen Aufnahmen. Sie sind beschnitten und fürs Web verkleinert, sonst unverändert. Die Videos sind absichtlich stumm.

Gezeichnet ist der Rest. Die Seite selbst wurde mit KI gebaut, ebenso der Papierhintergrund, die Reiter, die Briefmarke und die Karte. Die Karte zeigt die Orte, an denen wir waren — sie ist gezeichnet und nicht maßstabsgetreu.

Auch die beiden Kühlschrankmagnete sind gezeichnet. Es gibt sie wirklich, wir haben sie gekauft; was hier klebt, sind nachgezeichnete Abbilder und keine freigestellten Fotos.

Wohin wir gekommen sind

Die Basis war Cádiz. Von dort ging es an vier Tagen weiter — einmal quer zur Meerenge, zweimal über die Bucht und einmal ins Landesinnere.

Ein Ort führt zu dem Tag, an dem wir dort waren.